Glaube nicht alles was du denkst

Glaube nicht alles, was du denkst

Geschrieben von Miriam Meister

24. März 2024

Wenn ich auf mein bisheriges Leben zurückblicke, wird mir immer wieder bewusst, wie oft ich meine Gedanken und Emotionen als meine innersten Überzeugungen betrachtet habe und wie oft ich mich von ihnen in die Irre habe führen zu lassen. Das passiert mir heute nicht mehr.

Auch in meiner Praxis erlebe ich immer wieder, dass viele Menschen auf die genau gleiche Art funktionieren und genau dies bei ihnen zu Frust, mentalem Ungleichgewicht, bis hin zu massiven psychischen Beschwerden führen kann.

Unsere Gedanken sind wie die Regisseure unseres Lebens – sie lenken unsere Handlungen, formen unsere Überzeugungen und beeinflussen unsere Emotionen. Sie sind die unsichtbaren Architekten, die die Struktur unseres Geistes formen und unsere Realität gestalten.

Doch was wäre, wenn genau diese Gedanken gar nicht der Realität entsprechen?

Vermutlich hast du dich das noch gar nicht gefragt. Genau dazu möchte ich dich heute ermutigen. Halte öfter mal inne und überlege dir, ob das, was du gerade denkst, wirklich der Wahrheit entspricht? Tatsächlich ist es so, dass unsere Gedanken oft von Vorurteilen, Ängsten und unbewussten Überzeugungen beeinflusst sind.

Die Aussage „Glaube nicht alles, was du denkst“ ist meine Einladung an dich, dich selbst öfter einmal zu reflektieren und dein selbstverständliches Denken zu hinterfragen. Unsere Gedanken sind nicht immer objektiv oder rational. Oftmals sind sie von unseren eigenen Erfahrungen oder Emotionen geprägt und können uns sogar in die Irre führen, wenn wir ihnen bedingungslos vertrauen.

Ein wichtiger Schritt, um die Macht unserer Gedanken zu verstehen, besteht darin, kritisches Denken zu entwickeln. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Gedanken ständig anzweifeln müssen, sondern vielmehr, dass wir lernen, sie zu hinterfragen und zu prüfen, ob sie auf soliden Beweisen oder auf blossen Vermutungen basieren. Indem wir uns bewusst machen, dass unsere Gedanken nicht immer objektiv oder rational sind, können wir beginnen, sie zu kontrollieren und sie nicht mehr als absolute Wahrheit anzusehen.

Die Meditation als Gamechanger

Versuche, eine gewisse Distanz zu deinen Gedanken aufzubauen. Anstatt dich von ihnen überwältigen zu lassen. Mache einen Schritt zurück und beobachte sie. Ich zum Beispiel mache das täglich während der Meditationssession in meiner Morgenroutine . Die Meditation ist ein wundervolles Tool dafür, wie ich finde. Auf diese Weise können wir erkennen, dass unsere Gedanken oft von persönlichen Erfahrungen, Vorurteilen oder unbewussten Einflüssen geprägt sind und nicht immer der Realität entsprechen.

Indem wir lernen, unsere Gedanken zu hinterfragen und zu prüfen, können wir bewusstere Entscheidungen treffen und eine positivere Lebenshaltung kultivieren. Das bedeutet nicht, dass wir unsere Gedanken komplett kontrollieren können, aber wir können lernen, sie bewusster wahrzunehmen und ihnen weniger Macht über unser Leben zu geben.

Ich kann nicht – Ich bin nicht gut genug

Genau diese Sätze und noch viele mehr, höre ich täglich in meinen Coachings. Sie haben sich meist über Jahre ständiger Wiederholungen so eingeprägt, dass sie sich unangezweifelt, bis heute halten. Ich kann dir sagen, sie haben nichts mit der Realität zu tun!

Natürlich kannst du und gut genug, bist du schon lange!

Es ist wichtig zu erkennen, dass negative Gedanken einen erheblichen Beitrag zu unserem emotionalen Wohlbefinden leisten können. Die ständige Sorge, Selbstzweifel und negative Selbstgespräche können dazu führen, dass wir Stress und Ängste unbewusst kultivieren und diese, durch regelmässige Wiederholungen, auch irgendwann zu unserer innersten Überzeugung machen. Der Bewegungsradius wird dadurch immer kleiner und die Möglichkeiten scheinen immer mehr zu schwinden. Indem wir lernen, diese negativen Gedankenmuster zu erkennen und zu durchbrechen, können wir unsere Emotionen besser regulieren und ein erfülltes Leben führen.

Yes, you can

In einer Welt, die oft von Negativität und Selbstzweifeln geprägt ist, ist die Förderung der Klarheit im Denken von entscheidender Bedeutung. Indem wir lernen, unsere Gedanken zu hinterfragen und zu prüfen, können wir die Kontrolle über unser Denken übernehmen und eine positivere und erfüllendere Lebensweise kultivieren. Also, bevor du das nächste Mal einem Gedanken bedingungslos vertraust, frage dich: Ist das wirklich die Wahrheit oder nur eine Illusion, die mein Verstand erschaffen hat?

«Glaube nicht alles, was du denkst», ist meine Aufforderung an dich, dich von deinen negativen Erfahrungen der Vergangenheit zu lösen und dir zu erlauben, auf der Basis deiner heutigen Persönlichkeit, neue Wege zu gehen.

In diesem Sinne, wünsche ich dir viel Spass mit deiner neu gewonnenen Flexibilität und Weitsicht.

Herzlich Miriam Meister

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