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Ganzheitliches Training
Bewegung ist weit mehr als Muskeltraining. Sie beeinflusst unsere Stabilität, unsere Koordination, den Kreislauf, das Lymphsystem und die Fähigkeit, uns im eigenen Körper sicher und kraftvoll zu fühlen. Gleichzeitig sollte Bewegung nicht zu einem weiteren Punkt auf der täglichen Pflichtliste werden. Sie darf Freude machen, unkompliziert sein und sich an die individuellen körperlichen und zeitlichen Möglichkeiten eines Menschen anpassen.
In meiner Praxis bin ich deshalb immer wieder auf der Suche nach Trainingsformen, die den Körper möglichst ganzheitlich ansprechen. Sie sollen sich für unterschiedliche Ausgangslagen eignen, leicht in den Alltag integrieren lassen und sowohl sanft als auch intensiver genutzt werden können.
Das bellicon vereint für mich genau diese Eigenschaften. Ich selbst trainiere bereits seit vielen Jahren damit. Vor einiger Zeit hat es deshalb auch endlich Einzug in meine Praxis gehalten und ergänzt dort meine ganzheitliche Arbeit im Bereich Gesundheit.
„Manchmal braucht es nur eine sanfte Schwingung, um den ganzen Körper in Bewegung zu bringen.“
Miriam Meister
„Bewegung darf stärken, stabilisieren und gleichzeitig Freude machen.“
Miriam Meister
Warum Bewegung auf dem bellicon anders ist
Das bellicon arbeitet nicht mit klassischen Stahlfedern, sondern mit elastischen Seilringen. Dadurch entsteht eine weiche und kontrollierte Schwingung, die sich deutlich von einer Bewegung auf festem Boden unterscheidet.
Schon beim ruhigen Schwingen verändert sich der Untergrund fortlaufend. Der Körper muss deshalb permanent auf kleinste Bewegungen reagieren, seine Position neu ausrichten und das Gleichgewicht halten. Genau diese kontinuierliche Anpassungsarbeit macht das Training so vielseitig. Je nach Intensität werden Ausdauer, Kraft, Koordination, Gleichgewicht und Körperwahrnehmung gleichzeitig angesprochen.
Das Training kann sehr ruhig beginnen. Die Füsse müssen dabei nicht einmal von der Matte abheben. Gleichzeitig lässt sich die Belastung durch grössere Bewegungen, Schrittfolgen, Armbewegungen oder gezielte Trainingsprogramme deutlich steigern. Untersuchungen zeigen, dass Minitrampolintraining unter anderem die aerobe Belastbarkeit, die funktionelle Mobilität, die Balance und die Muskelkraft fördern kann.
Die Vorteile des bellicon
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Tiefenmuskulatur und neuromuskuläre Stabilität
Die Tiefenmuskulatur besteht aus kleinen, gelenknahen Muskeln, die den Körper nicht primär sichtbar bewegen, sondern ihn stabilisieren. Dazu gehören unter anderem tiefer liegende Muskelanteile rund um die Wirbelsäule, den Bauch, das Becken, die Hüften und die Gelenke.
Auf einem festen Untergrund kann der Körper viele Bewegungen über grössere und oberflächlich gelegene Muskeln ausführen. Auf der schwingenden Matte ist das nicht ausreichend. Der Körper muss fortlaufend auf feinste Veränderungen reagieren. Kleine stabilisierende Muskeln werden deshalb immer wieder aktiviert, um Wirbelsäule, Becken, Knie und Fussgelenke kontrolliert auszurichten.
Gleichzeitig wird die Zusammenarbeit zwischen Nervensystem und Muskulatur gefordert. Das Gehirn verarbeitet laufend Informationen aus den Gelenken, Muskeln, Augen und dem Gleichgewichtsorgan und passt die Muskelspannung entsprechend an. Diese neuromuskuläre Steuerung ist eine wesentliche Grundlage für eine sichere Körperhaltung, kontrollierte Bewegungen und ein gutes Gleichgewicht, bis ins hohe Alter.
Gerade die Verbindung aus Tiefenmuskulatur, Koordination und sensorischer Wahrnehmung macht das bellicon für mich zu einer besonders ganzheitlichen Trainingsmöglichkeit. Studien zu Minitrampolinprogrammen zeigen Verbesserungen der Balance, der Gangfunktion, der Kraft und der funktionellen Mobilität.
Lymphsystem und Flüssigkeitstransport
Das Lymphsystem ist ein wichtiges Transport- und Reinigungssystem des Körpers. Es nimmt Flüssigkeit aus dem Gewebe auf, transportiert Zellbestandteile und unterstützt die Immunabwehr. Anders als der Blutkreislauf besitzt das Lymphsystem jedoch keine zentrale Pumpe wie das Herz.
Der Transport der Lymphflüssigkeit wird unter anderem durch Muskelbewegungen, Atmung, Gelenkbewegungen und wechselnde Druckverhältnisse unterstützt. Besonders die rhythmische Aktivität der Bein- und Rumpfmuskulatur kann dazu beitragen, die natürliche Muskelpumpe anzuregen.
Das gleichmässige Schwingen auf dem bellicon bringt viele Muskelgruppen rhythmisch in Bewegung, ohne dass dafür zwingend intensiv gesprungen werden muss. Deshalb kann es eine interessante Bewegungsform für Menschen sein, die zu schweren Beinen und Wassereinlagerungen neigen.
Bei ausgeprägten Wassereinlagerungen, plötzlich auftretenden einseitigen Schwellungen, bekannten Lymphödemen, Herz oder Nierenerkrankungen muss die Ursache jedoch zuerst medizinisch abgeklärt werden. Das Training ersetzt keine ärztliche Diagnostik oder manuelle Lymphtherapie.
Gelenkschonende Bewegung
Die elastischen Seilringe bremsen die Bewegung weicher ab als ein harter Boden. Dadurch können abrupte Belastungsspitzen reduziert werden. Gleichzeitig bleibt das Training anspruchsvoll, weil der Körper den beweglichen Untergrund kontrollieren muss.
Gelenkschonend bedeutet jedoch nicht automatisch, dass jede Übung für jeden Menschen geeignet ist. Ein grosser Vorteil ist deshalb die gute Dosierbarkeit. Das Training kann mit kleinen Gewichtsverlagerungen und beiden Füssen auf der Matte beginnen. Erst wenn Stabilität, Sicherheit und Belastbarkeit vorhanden sind, werden die Bewegungen erweitert.
Bewegung bei Arthrose
Regelmässige und individuell angepasste Bewegung gehört bei Arthrose zu den wichtigsten nicht medikamentösen Massnahmen. Dabei ist es einerseits wichtig, das betroffene Gelenk selbst in einem gut verträglichen Rahmen zu bewegen. Der Gelenkknorpel besitzt keine eigene direkte Blutversorgung und wird wesentlich über den Wechsel von Belastung und Entlastung versorgt. Durch kontrollierte Bewegung verändert sich der Druck im Gelenk, wodurch der Austausch der Gelenkflüssigkeit und damit die Versorgung des Knorpelgewebes unterstützt werden.
Genauso bedeutsam ist jedoch die Muskulatur rund um das betroffene Gelenk. Kräftige und gut koordinierte Muskeln können das Gelenk stabilisieren, Bewegungen kontrollierter führen und ungünstige Belastungsspitzen reduzieren. Beim Training auf dem bellicon werden deshalb nicht nur die direkt betroffenen Gelenkregionen angesprochen. Auch die Beinmuskulatur, das Gesäss, die Körpermitte und die tiefer liegenden, stabilisierenden Muskeln, arbeiten zusammen und können dadurch zu einer besseren Führung und Entlastung der Gelenke beitragen.
Darüber hinaus ist die Muskulatur nicht nur ein Bewegungsorgan. Bei jeder Muskelaktivität werden Botenstoffe freigesetzt, die als Myokine bezeichnet werden. Sie ermöglichen eine Kommunikation zwischen der Muskulatur und anderen Geweben und können unter anderem an der Regulation von Stoffwechsel und Entzündungsprozessen beteiligt sein. Bewegung kann deshalb auch dann wertvolle entzündungshemmende, systemische Impulse setzen, wenn nicht ausschliesslich die Muskulatur unmittelbar rund um das arthrotische Gelenk trainiert wird.
In diesem Zusammenhang werden häufig auch die sogenannten M1 und M2 Makrophagen erwähnt. M1 geprägte Makrophagen sind stärker an entzündungsfördernden Prozessen beteiligt, während M2 geprägte Makrophagen eher mit Entzündungsregulation, Gewebereparatur und Regeneration in Verbindung gebracht werden. Körperliche Aktivität kann daher das immunologische und entzündliche Milieu günstig beeinflussen.
Das bellicon kann je nach Ausgangslage eine geeignete Bewegungsmöglichkeit darstellen, insbesondere wenn zunächst nur sanft geschwungen wird und beide Füsse auf der Matte bleiben. Die nachgiebige Fläche ermöglicht eine fein dosierbare Belastung, während die Muskulatur gleichzeitig fortlaufend stabilisieren muss. Dadurch lassen sich Gelenkbewegung, Muskelaktivierung, Gleichgewicht und neuromuskuläre Kontrolle miteinander verbinden.
Entscheidend sind eine passende Seilringstärke, eine sichere Ausgangsposition, kleine kontrollierte Bewegungen und bei Bedarf eine Haltestange. Das Training sollte sich während und nach der Bewegung gut verträglich anfühlen und an die individuelle Belastbarkeit angepasst werden.
Bei aktivierter Arthrose, deutlichen oder zunehmenden Schmerzen, einem Gelenkerguss, ausgeprägter Instabilität oder fortgeschrittenen Gelenkveränderungen sollte das Training zuvor ärztlich oder physiotherapeutisch abgeklärt werden.
Gleichgewicht und Koordination
Jede Schwingung verändert den Untergrund ein wenig. Der Körper muss diese Veränderung wahrnehmen und möglichst schnell ausgleichen. Dabei arbeiten das Gleichgewichtsorgan im Innenohr, die Augen, die Tiefensensibilität der Gelenke und die Muskulatur eng zusammen.
Durch diese wiederkehrenden Anpassungsreaktionen können Gleichgewicht, Koordination und Bewegungssicherheit trainiert werden. Gerade im Laufe des Lebens gewinnen diese Fähigkeiten an Bedeutung, weil sie helfen, auf unerwartete Bewegungen sicherer zu reagieren.
Studien mit älteren Frauen und Menschen mit eingeschränkter Mobilität zeigen, dass angeleitete Minitrampolinprogramme die Balance, die Gangfunktion und die funktionelle Beweglichkeit verbessern können.
Kreislauf und Ausdauer
Bereits sanftes Schwingen aktiviert die Beinmuskulatur und bringt den Kreislauf in Bewegung. Sobald Schrittfolgen, grössere Armbewegungen oder schnellere Bewegungen ergänzt werden, steigt auch die Herz Kreislauf Belastung.
Das bellicon lässt sich deshalb sowohl für eine kurze Aktivierung als auch für ein gezieltes Ausdauertraining nutzen. Die Intensität kann an die persönliche Belastbarkeit angepasst und im Verlauf allmählich gesteigert werden.
Untersuchungen zeigen, dass Training auf dem Minitrampolin eine relevante kardiovaskuläre Belastung erzeugen und die aerobe Fitness fördern kann. Sanfte Bewegung bedeutet somit nicht zwangsläufig eine geringe Trainingswirkung.
Körpermitte und Beckenboden
Auf der beweglichen Matte muss die Körpermitte bei jeder Schwingung stabilisieren. Die tiefe Bauchmuskulatur, die Rückenmuskulatur, das Zwerchfell und der Beckenboden arbeiten dabei als funktionelle Einheit zusammen.
Bei einer gut kontrollierten Bewegung kann das Training helfen, die Wahrnehmung und Ansteuerung der Körpermitte zu verbessern. Gerade ruhiges Schwingen mit bewusster Atmung und aufrechter Haltung kann dafür einen geeigneten Einstieg bieten.
Bei Beckenbodenschwäche, Senkungsbeschwerden, Inkontinenz, Schwangerschaft, nach einer Geburt oder nach Operationen ist jedoch eine individuelle Anpassung notwendig. Hohes Springen oder starkes Pressen ist dann nicht automatisch geeignet. Die Belastung sollte den Beschwerden und der vorhandenen Beckenbodenfunktion entsprechen.
Zyklusorientiertes Training
Der weibliche Zyklus kann beeinflussen, wie sich Energie, Belastbarkeit, Motivation und Regeneration subjektiv anfühlen. Manche Frauen spüren deutliche Unterschiede, andere kaum. Auch von Zyklus zu Zyklus kann sich die Wahrnehmung verändern.
Das bellicon bietet die Möglichkeit, das Training flexibel an diese unterschiedlichen Tage anzupassen. Während der Menstruation können ruhiges Schwingen, Mobilisation und sanfte Bewegungen im Vordergrund stehen. An Tagen mit mehr Energie sind intensivere Kraft, Intervall oder Ausdauereinheiten möglich. In Phasen mit stärkerem Spannungsgefühl, Müdigkeit oder prämenstruellen Beschwerden kann die Intensität wieder reduziert werden.
bellicon bietet dazu ein eigenes zyklusbasiertes Trainingskonzept an, das unterschiedliche Bewegungsformen für die einzelnen Zyklusphasen vorsieht.
Beweglichkeit und Körperwahrnehmung
Die weiche Schwingung kann dabei helfen, starre Bewegungsmuster zu verlassen und den eigenen Körper bewusster wahrzunehmen. Durch kleine Gewichtsverlagerungen, Rotationen und fliessende Bewegungen lassen sich Mobilität und Koordination miteinander verbinden.
Auch verspannte oder übermässig angespannte Muskelbereiche können davon profitieren. Bei natürlichen Bewegungsabläufen arbeiten Muskeln und ihre Gegenspieler eng zusammen. Spannt sich eine Muskelgruppe an, wird die Aktivität ihres Gegenspielers über das Nervensystem vorübergehend gehemmt, damit dieser nachgeben kann. Dieses Zusammenspiel wird als reziproke Hemmung bezeichnet und kann dazu beitragen, die Muskelspannung besser zu regulieren und Bewegungen wieder freier auszuführen.
Viele Menschen merken auf dem bellicon auch sehr schnell, ob sie eine Seite stärker belasten, das Becken ausweichen lassen oder den Oberkörper unnötig anspannen. Diese direkte Rückmeldung kann helfen, Bewegungen bewusster, gleichmässiger und kontrollierter auszuführen.
Bewegung, die in den Alltag passt
Gesundheitsfördernde Bewegung muss nicht immer aus einer langen Trainingseinheit bestehen. Gerade kurze, regelmässige Bewegungspausen können helfen, den Körper nach langem Sitzen wieder zu aktivieren und den Kreislauf anzuregen.
Das bellicon ist schnell einsatzbereit und kann sehr unterschiedlich genutzt werden. Einige Minuten ruhiges Schwingen am Morgen sind ebenso möglich wie eine kurze Bewegungspause während des Arbeitstages oder ein vollständiges Trainingsprogramm.
Diese Alltagstauglichkeit ist für mich entscheidend. Ein Trainingsgerät kann noch so wirkungsvoll sein. Es bringt wenig, wenn es im Alltag nicht genutzt wird.
Von sanfter Aktivierung bis zu gezieltem Training
Auf dem bellicon muss nicht hoch gesprungen werden. Gerade für Einsteigerinnen beginnt das Training häufig mit einem sicheren Stand, kleinen Gewichtsverlagerungen und ruhigem Schwingen. Beide Füsse bleiben dabei vollständig auf der Matte.
Später können Schritte, Kniebeugen, Armbewegungen, Rotationen, Kräftigungsübungen oder dynamischere Einheiten hinzukommen. Je nach Ziel sind Ausdauertraining, Gleichgewichtstraining, Mobilisation, Stabilisation oder zyklusorientierte Programme möglich.
Über die digitale Trainingsplattform stehen zudem unterschiedliche angeleitete Trainingsformen zur Verfügung, darunter Intervalltraining, Kräftigung, Mobility, Yoga und ruhigere Gesundheitseinheiten.
Und dann wären da noch die Lachmuskeln
Trampolinspringen und traurig sein passen nur schwer zusammen.
Die federnde Bewegung bringt etwas Spielerisches und Leichtes zurück, das vielen Erwachsenen im Alltag fehlt. Man konzentriert sich auf die Bewegung, spürt den Körper und merkt häufig erst nach einigen Minuten, dass man längst lächelt.
Das bellicon trainiert deshalb nicht nur Beine, Körpermitte, Ausdauer und Gleichgewicht. Auf seine ganz eigene Weise erreicht es auch die Lachmuskeln.
Für mich ist gerade diese Verbindung besonders wertvoll. Bewegung darf wirksam sein und gleichzeitig Freude machen. Denn eine Trainingsform, die sich gut anfühlt, wird meist auch langfristig lieber und regelmässiger genutzt.
Warum das bellicon seinen Platz in meiner Praxis gefunden hat
Ich nutze das bellicon selbst bereits seit vielen Jahren und kenne sowohl das ruhige Schwingen als auch intensivere Trainingseinheiten aus eigener Erfahrung.
Vor einiger Zeit hat es deshalb auch endlich Einzug in meine Praxis gehalten. Es ergänzt meine Suche nach Möglichkeiten, mit denen meine Klientinnen ihren Körper nicht nur einseitig, sondern möglichst ganzheitlich trainieren können.
Es verbindet Stabilität, Koordination, Ausdauer, Muskelarbeit, Körperwahrnehmung und Freude an der Bewegung. Gleichzeitig lässt es sich an unterschiedliche Tagesformen, Lebensphasen und Trainingsziele anpassen.
Genau darin liegt für mich seine besondere Stärke.
Bei Fragen zum bellicon, zur passenden Ausführung oder zum Einstieg in das Training darfst du dich gerne an mich wenden. Ebenso kannst du das bellicon direkt in meiner Praxis ausprobieren.