Geschrieben von Miriam Meister

29. November 2020

Als vierfache Mutter und Berufsfrau weiss ich, wie schwer effektives Zeitmanagement sein kann. Schon wieder ist ein Tag vergangen und so einiges ist liegengeblieben. Man legt sich abends ins Bett und debattiert mit sich selbst, warum jetzt das eine oder andere nicht erledigt werden konnte. Kennen Sie das? Zeitmangel generiert Stress und Stress generiert Zeitmangel. Wir haben hier den klassischen Fall eines Teufelskreises. Das muss nicht sein. Das Wundermittel heisst Planen und nicht Verplanen. Der Unterschied ist winzig klein, der Effekt riesig gross.  Sie haben die Möglichkeit aus dieser Spirale auszubrechen. 

Wo ist die Zeit geblieben?

Die heutigen Lebensgewohnheiten machen uns oft zu Zeitsuchern. Machen Sie sich aktiv auf die Suche nach Ihrer verlorenen Zeit. Analysieren Sie Ihr Verhalten in den kommenden Tagen und versuchen Sie Ihre Zeitdiebe zu erkennen. Oft ist es hilfreich, sich einige Tage lang den Tagesablauf zu notieren. Seien Sie ehrlich zu sich selbst. Auch bekannte Zeitfresser, die einem lieb und wichtig sind, sollten vermerkt werden. Schaut man sich dann die Tagesabläufe genauer an, fällt es einem häufig wie Schuppen von den Augen und man erkennt wohin die Zeit verschwindet. Versuchen Sie die unnötigen Zeitdiebe bewusst zu reduzieren oder sogar ganz zu eliminieren. Haben Sie Geduld mit sich selbst, denn was sich über längere Zeit etabliert hat, kann nicht von heute auf morgen beseitigt werden.

Was macht man dann mit der neu erworbenen Zeit? Bitte nicht verplanen! Nutzen sie sie für eine kleine unscheinbar wichtige Sache.

Das erinnert mich an eine Episode aus der Geschichte «Der kleine Prinz»:

«Guten Tag», sagte der kleine Prinz.
«Guten Tag», sagte der Händler.
Er handelte mit höchst wirksamen, durststillenden Pillen. Man schluckt jede Woche eine und spürt überhaupt kein Bedürfnis mehr zu trinken.
«Warum verkaufst Du das?» sagte der kleine Prinz.
«Das ist eine grosse Zeitersparnis», sagte der Händler. «Die Sachverständigen haben Berechnungen angestellt. Man spart dreiundfünfzig Minuten in der Woche.»
«Und was macht man mit diesen dreiundfünfzig Minuten?»
«Man macht damit, was man will …»
«Wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte», sagte der kleine Prinz, «würde ich ganz gemächlich zu einem Brunnen laufen…»

                                                                                                                                              Zitat «Der kleine Prinz» Kapitel XXIII S. 74
von Antoine de Saint-Exupéry

Mein Tipp

Seien Sie achtsam und denken Sie daran, der Weg ist das Ziel. Es geht nicht immer nur darum, ein Ziel zu zu erreichen, sondern darum, den Weg zu gehen. 

Gehen Sie den Weg der Achtsamkeit und Sie werden die vielen wunderschönen Augenblicke wieder wahrnehmen, welche Ihnen zuvor verborgen geblieben sind. Mit diesem Reichtum im Gepäck spielt es am Abend dann auch keine Rolle mehr, wenn etwas liegengeblieben ist. Sie sind dafür um wunderschöne Erlebnisse reicher geworden und dies ist unbezahlbar.

Ihre Miriam Meister

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